Flucht & Betäubung

Nicht alles, was uns belastet, verschwindet von selbst.

Manche Gedanken bleiben.
Manche Gefühle auch.

Viele Menschen suchen Wege,
mit Schmerz, Angst oder innerem Druck umzugehen.

Manchmal helfen diese Wege.
Manchmal schaffen sie neue Probleme.

Flucht und Betäubung können viele Formen annehmen.

Diese Themenwelt lädt dazu ein,
genauer hinzuschauen.

Nicht auf den Menschen.
Sondern auf das, was dahinterliegt.

Nicht jede Flucht führt an einen anderen Ort.

Manche führt nach innen.
Manche in Arbeit.
In Ablenkung.
In Gewohnheiten.
Oder in Dinge, die helfen sollen, nichts mehr fühlen zu müssen.

Oft beginnt Flucht nicht mit dem Wunsch wegzulaufen.

Sondern mit dem Wunsch,
zur Ruhe zu kommen.
Den Schmerz für einen Moment zu vergessen.
Die Angst nicht spüren zu müssen.
Oder den Druck auszuhalten.

Viele Menschen kennen solche Wege.

Manche nur für kurze Zeit.
Andere über Jahre.

Doch was uns kurzfristig schützt,
kann uns langfristig von uns selbst entfernen.

Diese Themenwelt lädt dazu ein,
hinter die Flucht zu schauen.

Nicht mit Vorwürfen.
Nicht mit Scham.
Sondern mit Verständnis.

Denn oft erzählt jede Form der Betäubung
auch eine Geschichte von Überforderung,

Sehnsucht
oder ungelöstem Schmerz.

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